Zweifach, dreifach oder vierfach – Welche Verglasung fürs Fenster?

Bei Sanierungen, Umbau oder Neubau stehen Verbraucher und Verbraucherinnen immer wieder vor der schwierigen Wahl, welche Fenster die richtigen sind. Dabei geht es nicht so sehr um das Aussehen, denn diese Entscheidung ist rein subjektiv und schnell getroffen. Bei der Wahl der richtigen Fenster spielt die Verglasung die wichtigste Rolle.

Zweifach-, Dreifach- oder gar Vierfachverglasung stehen zur Auswahl. Die Artbeeinflusst auch den sogenannten U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) und G-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) des Fensters. Somit gibt es genug Gründe, die Eigenschaften der verschiedenen Einbaumöglichkeiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Profis für den Fensterbau in Stuttgart haben wir Ihnen im Folgenden alle wesentlichen Informationen zusammengestellt.

Mehrfach verglastes Fenster wird geöffnet
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Warum überhaupt unterschiedliche Fensterverglasungen?

Um ihren Auftraggebern und -geberinnen niedrige Heizkosten und hohen Wohnkomfort zu ermöglichen, setzen Glasereien auf modernste Wärmeschutzverglasungen. Heutzutage sind Fenster in verschiedenfach verglaster Ausführung erhältlich, vorwiegend ist hierbei von Zwei- oder Dreifachverglasung die Rede. Jedoch erlaubt der heutige Stand der Technik mittlerweile auch vierfachverglaste Fenster.

Bei all diesen Konstruktionsarten sitzt in den abgedichteten Gläsern Edelgas mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit. Dadurch schützen mehrfachverglaste Fenster besonders gut vor Kälte und Wärme. Anhand des Wärmedurchgangskoeffizienten lässt sich bestimmen, wie gut die Verglasung gegen Wärmeverluste schützt. Ein weiterer Punkt, den es bei Mehrfachverglasungen zu beachten gilt: je nach Materialwahl des Glases und dessen Verarbeitung bieten die Fenster Ihnen auch Schutz vor Brand, Einbruch und Schall.

Fenster mit Zweifachverglasung

Bei einer Zweifachverglasung werden mehrere Glasscheiben für eine effiziente Wärmedämmung zusammengebaut. Diese Ausführung der Konstruktion beschreibt somit eine Art der Isolier- oder auch Wärmedämmverglasung. Wie der Name bereits sagt, bestehen zweifach verglaste Fenster aus zwei Glasscheiben mit abgedichteten Zwischenräumen und Randverbund. Gefüllt werden diese Zwischenräume in den meisten Fällen mit Edelgasen wie Argon und Xenon, deren Eigenschaften sowohl eine schwache Wärme- als auch Schallleitfähigkeit aufweisen und die Schutzfunktion der Fensterglasscheiben verstärken.

Zweifach verglaste Fenster erzielen durch ihre Eigenschaften einen U-Wert zwischen 1,3 bis 1,7 W(/m2K) und bieten eine gute Möglichkeit, um für einen erschwinglichen Preis energieeffizient zu bauen. Gleichzeitig ist diese Variante gegenüber der Dreifachverglasung auch kostengünstiger und eignet sich besonders gut für Häuser mit nicht gedämmten Fassaden, bilden manchmal jedoch Kaltluftseen aus.

Fenster mit Dreifachverglasung

Der Name verrät bereits, was dahintersteckt. Eine Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben. Durch diese zusätzliche Scheibe und dem damit einhergehenden zweiten Zwischenraum werden erheblich bessere Dämmwerte erzielt, wodurch ein energieeffizienteres Heizen ermöglicht wird. Weitere Effekte der Dreifachverglasung sind unter anderem die Kühlung der Räume im Sommer sowie der erhöhte Einbruchschutz. Dreifachverglaste Fenster gibt es mit Holzrahmen und Kunststoffrahmen.

Fenster mit einer Dreifachverglasung kommen auf U-Werte zwischen 0,5 und 1,2 W(/m2K). Hierbei gilt auch zu beachten, dass Fenster mit einer Dreifachverglasung nicht für jedes Gebäude geeignet sind, da eine ausreichende Dämmung ausschlaggebend ist. Beim Einbau besonders bei älteren Gebäuden sollte daher immer eine entsprechende Fassadendämmung miteingeplant werden.

Fenster mit Vierfachverglasung

Zum jetzigen Zeitpunkt sind Fenster mit Vierfachverglasung auf dem Markt noch selten zu finden, senken jedoch die U-Werte beträchtlich. Die Marktneulinge helfen, noch mehr Heizkosten im Winter als Drei- oder Zweifachverglasungen zu sparen, da bedeutend weniger Wärmeverlust durch die Fensterscheibe stattfindet. Die Fenster sind allerdings sehr aufwendig in der Produktion und verschlingen viele Ressourcen bei der Herstellung. Auch beim Transport der schweren Vierfachverglasungen entstehen größere ökologische Belastungen.